Alles was Du über Fructoseintoleranz wissen musst!

Menschen mit Fructoseintoleranz sind aufgrund einer Genmutation nicht in der Lage Fructose (= Fruchtzucker) abzubauen. Eine Fructoseintoleranz ist angeboren und macht sich bereits im Kindesalter bemerkbar.

Grund für die Fructoseintoleranz ist ein Mangel eines bestimmten Leberenzyms (Aldolase B), welches für den Abbau und die Verwertung der Fructose im Körper verantwortlich ist. Aldolase B kommt bei frucotsetoleranten Menschen ausreichend und überwiegend in der Leber vor und wandelt Fructose in Blutzucker um.

Symptome einer Fructoseintoleranz

Bei fructoseintoleranten Menschen kann die Fructose aufgrund des Enzymmangels nicht entsprechend abgebaut werden und sammelt sich in der Leber an. Leberschäden sind die Folge. Zudem kann es zu gefährlichen Unterzuckerungen kommen. Symptome einer Fructoseintoleranz sind außerdem u.a.:

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Bauchkrämpfe
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Schwitzen

Die für die Fructoseintoleranz typischen Anzeichen treten meistens unmittelbar nach dem Verzehr von fructose-, saccharose- und sorbithaltigen Lebensmitteln auf.

Sorbit ist ein Austauschstoff für Zucker und findet sich in vielen industriell hergestellten Produkten. Auf Verpackungen wird Sorbit auch als Sorbitol oder E420 gekennzeichnet. Bei frucotsetoleranten Menschen wird Sorbit in der Leber zu Fructose umgewandelt.

Saccharose ist nichts anderes als Kristallzucker, auch Haushaltzucker oder einfach nur Zucker genannt. Saccharose besteht aus Glucose- und eben auch aus Fructoseeinheiten und verursacht bei fructoseintoleranten Menschen eben auch deswegen Probleme und Beschwerden bei der Verdauung.

Fructoseintoleranz ist leider nicht heilbar. Betroffene müssen ein Leben lang eine strenge Diät einhalten, die gemeinsam mit dem Arzt eingestellt wird. Bestimmte Lebensmittel und Produkte müssen dabei streng gemieden werden.

Fructoseintoleranz

Symptome einer Fructoseunverträglichkeit

Wesentlich harmloser und nicht mit einer Fructoseintoleranz zu verwechseln ist die Fructoseunverträglichkeit. Dabei liegt eine verminderte Funktion des sogenannten GLTU5-Transporters vor. Der GLTU5-Transporter sorgt dafür, dass die Fructose bei der Verdauung vom Dünndarm richtig aufgenommen wird. Ist die Funktion des GLTU5-Transporters herabgesetzt, wandert der überwiegende Anteil der Fructose in den Dickdarm und wird nicht mehr adäquat verwertet. Als Folge kommt es zu Blähungen, Durchfall und Übelkeit, wobei sich die Beschwerden in unterschiedlicher Stärke äußern können.

Wenn sich diese oder andere Anzeichen und Beschwerden nach dem Verzehr von fructosehaltigen Produkten bemerkbar machen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mittels eines speziellen Atemtests feststellen, ob eine Fructoseintoleranz vorliegt oder nicht.

Wie die Fructoseintoleranz ist auch die Fructoseunverträglichkeit nicht heilbar. Betroffene müssen den Verzehr von fructosehaltigen Nahrungsmitteln reduzieren oder auf einige Produkte gänzlich verzichten, wobei gemeinsam mit dem Arzt eine entsprechende individuelle Diät ausgearbeitet werden sollte. Wie lange die Diät bei einer Fructoseunverträglichkeit dauert ist von Person zu Person verschieden. Wenn die Beschwerden nach der Diät verschwunden sind, können fructosehaltige Produkte langsam wieder verzehrt werden, um die individuelle Toleranzgrenze für Fructose vorsichtig auszutesten.

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