Wieso erholsamer Schlaf so wichtig ist

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Er sorgt für körperliche und geistige Erholung, verlangsamt Alterungsprozesse, verbessert die Laune, fördert die Konzentration und ist für ein langes und gesundes Leben unentbehrlich… richtig, die Rede ist von erholsamem Schlaf.

Was während dem Schlaf passiert und die Bedeutung von Schlaf für die Gesundheit wird seit vielen Jahren intensiv erforscht, vieles bleibt jedoch bis heute unbekannt. Fakt ist jedoch, dass Schlaf essentiell für unsere Entwicklung, für unser Wohlbefinden und für den Erhalt unserer Gesundheit ist. Ebenso ist bereits seit längerem bekannt, dass länger anhaltende Schlafstörungen die Gesundheit beeinträchtigen und psychische und physische Erkrankungen (mit-)verursachen können.

Während dem Schlaf arbeitet unser Gehirn auf Hochtouren.

Viele Forscher gehen davon aus, dass das Gehirn nachts ebenso aktiv ist wie untertags.

Schlafmangel verringert die Gedächtnisleistung und führt zu starken Konzentrationsproblemen!

Was im Körper während dem Schlaf passiert füllt ganze Bücherreihen und würde den Umfang eines Blogeintrags eindeutig sprengen. So viel sei aber gesagt: Während dem Schlaf arbeiten unser Gehirn, unser Hormonsystem, unser Immunsystem und viele andere Systeme und Organe des Körpers auf Hochtouren! Schlaf ist also alles andere als ein passiver Vorgang.

So verarbeitet das Gehirn während dem Schlaf das untertags Gelernte, bewertet die unterschiedlichen Erlebnisse des Tages und “ordnet” sie anderen Erfahrungen zu. Viele Forscher gehen mittlerweile sogar davon aus, dass das Gehirn in der Nacht häufig aktiver ist als während dem Tag.

Auch unsere fünf Sinne werden während dem Schlaf nicht einfach abgedreht, sondern sind ständig aktiv und empfangsbereit – sie werden vom Thalamus (größter Teil des Zwischenhirns) lediglich gefiltert, sodass unwichtige Reize die wichtige Nachtruhe nicht stören können.

Auch unser Immunsystem ist während dem Schlaf höchst aktiv.

Während dem Schlaf schüttet der Körper viele immunaktive Stoffe aus.

Die Funktionsfähigkeit des Immunsystems, die Schlafdauer und die Schlafqualität hängen eng zusammen.

Erschöpfung

Das Immunsystem wäre ohne Schlaf praktisch nicht funktionsfähig – es besteht ein enger Zusammenhang zwischen den Abwehrkräften des Körpers und der Dauer und der Qualität unseres Schlafs. So werden während dem Schlaf zahlreiche immunaktive Stoffe ausgeschüttet, welche die körpereigene Immunabwehr verbessern und den Körper beim Kampf gegen Infektionen und andere Erkrankungen unterstützen.

Jeder, der schon mal eine Grippe hatte kennt das: Sobald wir uns angeschlagen oder krank fühlen sind wir auch müder als sonst und haben das intensive Verlangen nach mehr Schlaf. Diese natürliche Reaktion des Körpers ist darauf zurückzuführen, dass die Aktivität der immunaktiven Zellen erhöht wird; unser Immunsystem lässt uns also schneller ermüden, sodass wir mehr schlafen und die Immunaktivität während dem Schlaf intensiviert werden kann.

Zwar steckt die Wissenschaft bei der Erforschung der Zusammenhänge zwischen Schlaf und Immunsystem noch in den Kinderschuhen, mittlerweile konnte allerdings eindeutig belegt werden, dass hormonelle Vorgänge und andere Prozesse während dem Schlaf einen großen Einfluss auf immunologische Funktionen haben und die Bildung von wichtigen Antikörpern fördern.

Schlafstörungen gehen mit vielen verschiedenen Beeinträchtigungen einher.

Die gesundheitliche Verfassung, die Konzentration, das Wohlbefinden, die Stimmungslage und nicht zuletzt auch das Aussehen sind stark vom Schlaf abhängig.

Schlafstörungen können unterschiedliche körperliche und psychische Ursachen haben.

Körperliche und psychische Unausgeglichenheit, Stimmungsschwankungen und Gereiztheit, Verlust der Konzentrationsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit, Kopfschmerzen/Migräne, Tagesmüdigkeit und ständige Einschlafneigung untertags, erhöhte Infektanfälligkeit, Gewichtszunahme, allgemeines körperliches Unwohlsein, Missempfindungen, frühzeitige Hautalterung, erhöhter Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen… Die Liste möglicher Folgen von Schlafstörungen ist lang und zeigt, dass schlechter Schlaf und Schlafmangel ernsthafte Konsequenzen haben können.

Die Ursachen für Schlafstörungen sind sehr verschieden und reichen von Schmerzerkrankungen über psychische Erkrankungen wie Depressionen und Angsterkrankungen bis hin zu Stress und Überlastung, der Einnahme bestimmter Medikamente und äußeren Umständen wie z.B. einem Jetlag. Darüber hinaus sind unsere individuellen Lebensgewohnheiten entscheidend für die Schlafqualität.

Schlaf

Das Thema “richtige Schlafhygiene” wird nach wie vor stark unterschätzt.

Wie wir uns betten, was wir vor dem Schlafengehen tun, wann wir schlafen gehen… all das und vieles mehr beeinflusst den Verlauf der Nachtruhe.

Last but not least: Die Ernährung!

Sind körperliche und/oder psychische Erkrankungen ursächlich für die Schlafstörung, ist die Behandlung der jeweiligen Erkrankung auch grundlegend für die Verbesserung des Schlafs. Bei ansonsten gesunden Menschen hängen Schlafstörungen jedoch häufig mit Stress und einer schlechten Schlafhygiene zusammen: Eine schlechte Schlafumgebung, überhitzte Räume im Winter und unterkühlte Räume im Sommer, Licht, störende Geräuschkulissen, zu helle Bildschirme, Alkohol, Nikotin, Stresssituationen kurz vor dem Schlafengehen und vieles mehr kann auf die Qualität des Schlafs Einfluss nehmen.

Nicht zuletzt ist die Ernährung ein ausschlaggebender Faktor. Es gibt viele Lebensmittel, die wohltuenden Schlaf fördern, ebenso gibt es solche, welche die Nachtruhe stören.

Mehr über Dos & Don´ts beim Schlafen und über schlaffördernde sowie schlafstörende Lebensmittel gibt es in den nächsten Beiträgen auf Mir tut´s gut.

 

-Kathi

 

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