Immer Lauter? Eine Babymama erzählt…

Immer Lauter? Eine Babymama erzählt…

Jetzt bin ich schon fast 10 Monate Mama meines bezaubernden Töchterchens und kann behaupten: Mama-Werden ist das Schönste, was mir je passiert ist in meinen bisherigen 33 Lebensjahren.

Dabei war ich nie ein besonderer Baby-Fan und konnte mich für flauschige Kätzchen weitaus mehr begeistern als für niedliche Babys. Aber dann kam unsere kleine Prinzessin: Es war Liebe auf den ersten Blick, auch wenn die ersten Monate mit der Kleinen ganz schön anstrengend waren und wir das Baby fast als Schreibaby eingestuft hätten. Allmählich kehrte aber Ruhe ein und seither ist die Kleine – bis auf ein paar unruhige Nächte, grantiges Gezetere beim Einschlafen und regelmäßige Machtkämpfe im Kinderwagen – unser täglicher Sonnenschein.

Um diese aufregende Zeit festzuhalten, habe ich mit Beginn des Mutterschutzes begonnen, auf IMMER LAUTER über meine Schwangerschaft, die Geburt und alle darauffolgenden Erlebnisse zu bloggen. Als Babymama war und ist es mir ein Anliegen, mich mit anderen Mamas on- und offline auszutauschen und gleichzeitig eine schöne Nebenbeschäftigung neben dem ganzen Mama-Sein zu haben. Denn so schön es auch ist: Auch eine Mama braucht mal eine Auszeit und ein bisschen Abwechslung. Dabei bin eh schon viel ruhiger geworden und habe meine Gewohnheit, ständig etwas Neues ausprobieren zu wollen, beinahe ad acta gelegt. Da hat das Baby mein Leben ganz schön auf den Kopf gestellt.

Mein Lebensstil

Während der Schwangerschaft habe ich nämlich noch Vollzeit gearbeitet, habe meine Abende und Samstage mit einen berufsbegleitendem Studium und die freien Wochenenden mit Restaurantbesuchen, Gartenarbeit und Lernen verbracht. Ich hatte ein sehr dichtes Tagesprogramm, war zeitlich straff organisiert, sehr ziel- und joborientiert und hatte nur wenig Zeit für mich. Meinen Lebensstil in dieser Zeit würde ich als eher stressig bezeichnen.

Nach der Geburt kam ich auch so schnell nicht zur Ruhe, weil ich in den ersten aufregenden Wochen mit dem Baby noch unbedingt mein Studium abschließen wollte. Aber dann – mit dem Abschluss in der Tasche – ist die gesamte Anspannung von mir abgefallen. Seither genieße ich, in den Tag hineinzuleben und nur wenige Fixtermine zu haben. Ich nehme mir zwar nach wie vor viel vor, bin aber sehr flexibel in der Terminplanung und lasse auch schon mal das eine oder Treffen oder Vorhaben sausen, wenn es dem Baby oder mir nicht passt. Von daher finde ich, dass ich derzeit einen sehr entspannten Lebensstil praktiziere.

Meine Ernährung

Während der Schwangerschaft habe ich großen Wert darauf gelegt, mich ausgewogen und gesund zu ernähren. Ich habe viel Obst und Salat gegessen und mir dafür immer Zeit genommen. Den sonst in der Schwangerschaft so üblichen Heißhunger hatte ich kaum. Ich habe sicherlich mehr gegessen als sonst, aber auch nicht weniger oder mehr Süßes als zuvor.

Nach der Geburt habe ich mich wochenlang von den Vorräten aus dem Tiefkühlschrank ernährt, die ich vorgekocht hatte. Und ich habe viel gegessen: In den ersten 5 Monaten habe ich voll gestillt und gegessen wie ein Mähdrescher, nicht immer gesund, aber meistens. Großteils habe ich auf Zucker verzichtet (das tue ich heute noch), trinke aber meine 3-4 Tassen Kaffee am Tag mit einer ordentlichen Portion Honig. Mit Beikosteinführung habe ich für das Baby leidenschaftlich gerne die unterschiedlichsten Breie gekocht. Meine eigenen Mahlzeiten fielen in dieser Zeit eher spärlich und spartanisch aus: Buttersemmerl, Käsebrot, ein Börek da, ein Falafel-Sandwich dort – Fast Food für Mamas, die gerne auf der Straße essen. Wenn der Papa am Wochenende nicht so gut und viel kochen würde (von den Resten ernähre ich mich mehrere Tage) und die Omi nicht regelmäßig eine warme Mahlzeit vorbei gebracht hätte, wäre meine Ernährung rasch sehr einseitig geworden. Mittlerweile fange ich aber bereits damit an, für das Baby und mich gemeinsam zu kochen. Das macht viel mehr Spaß als nur für 1 Person zu kochen und kann meiner Gesundheit sicher nicht schaden, denn Mama-Baby-Rezepte sind doch sehr ausgewogen. 

Meine sportlichen Ambitionen 

Wieder so ein Thema, dass sich mit Schwangerschaft so ziemlich geändert hat. Vor der Schwangerschaft war ich regelmäßig laufen oder Mountainbiken und habe Yoga und Pilates gemacht.

Mit der Schwangerschaft fielen das Laufen oder Mountainbiken bald weg. Stattdessen habe ich mir einige DVDs für Yoga und Pilates in der Schwangerschaft besorgt. Die waren zwar allesamt nicht schlecht, aber doch sehr gemütlich für meinen Geschmack. Dann stieß ich auf das „Pregnancy Project“ von Tracy Anderson. Dort findest Du für jeden Schwangerschaftsmonat ein passendes Workout. Ich bin zwar erst im 5. Monat darauf gestoßen, war aber bis zuletzt recht fit dank Tracy und habe das Workout bis kurz vor der Geburt auch sehr gerne gemacht.

Julia Gattringer4

Nach der Geburt habe ich ein paar Wochen Beckenbodentraining gemacht und habe dann so 12 Wochen später mit dem „Post Pregnancy Workout“ von Tracy weiter gemacht. Puh, das war anstrengend, aber effektiv. Nachdem ich meine Bauch- und Rückenmuskulatur wieder ein auftrainiert habe, bin ich wieder ein wenig fauler geworden, habe zu Hause Pilates mit Baby gemacht und beim Kanga geschwitzt. Derzeit bin ich wieder ein wenig motivierter und mache 3-mal wöchentlich das B.Fit-Workout von Barbara Becker, um wieder kräftiger zu werden. Das Babyschleppen geht nämlich ganz schön in den Rücken. Und außerdem startet ja irgendwann wieder die Bikini-Saison 😉 Das Baby ist vom Video und Mamas Turnkünsten immer sehr begeistert. Die 20-Minuten-Sessions lassen sich mit Baby eigentlich ganz gut durchführen, auch wenn ich ab und zu unterbrechen muss, weil das Baby unbedingt auf den Bildschirm schauen möchte. Es kann nicht mehr lange dauern, bis es mitmachen möchte. Das wird ein Spaß.

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