Vielfältige Wirkungsweise – was Vitamin E und Fette so alles können

Unter dem Begriff Vitamin E werden mehrere Substanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften zusammengefasst – zwei wichtige Hauptgruppen und die am häufigsten vorkommenden Formen von Vitamin E sind Tocopherole und Tocotrienole, wobei vor allem das α-Tocopherol für unseren Körper sehr wichtig ist.

Vitamin E ist für unsere Entwicklung und den Erhalt unserer Gesundheit von immenser Bedeutung – ob Entzündungshemmung oder Aufrechterhaltung des Nervensystems, Vitamin E ist praktisch überall mit dabei.

Vielfältige Wirkungsweise – was Vitamin E so alles kann…

Vitamin E ist u.a. für seine antikanzerogenen Eigenschaften bekannt. Es schützt unsere Körperzellen gezielt vor freien Radikalen, wobei in diesem Zusammenhang vor allem der zellstabilisierende Effekt des Vitamins erwähnenswert ist: Indem sich das Vitamin E in die Zellmembran (die äußere Schutzhülle der Zellen) einbauen lässt, kann es direkt mit freien Radikalen interagieren und so gefährliche Schäden in der Zelle verhindern. Darüberhinaus nimmt Vitamin E Einfluss auf das Zellwachstum und die Zelldifferenzierung – dank all dieser Funktionen bietet Vitamin E einen gezielten Schutz vor der Entstehung von Tumorzellen.

Vitamin E ist hilfreich bei Menstruations- und Hautbeschwerden; es verbessert den Blutfluss, kann das Herz und die Gefäße stärken und diese vor Verkalkung (Arteriosklerose) schützen und die Wundheilung beschleunigen. Es gibt also viele gute Gründe, um jeden Tag bewusst zu Vitamin E-reichen Nahrungsmitteln zu greifen!

Und wo ist Vitamin E enthalten?

Vitamin E kommt in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Gute tierische Quellen für Vitamin E sind Fleisch, Fisch, Leber und Eier (insbesondere der Dotter).

Zu den pflanzlichen Vitamin E-Quellen zählen u.a. Olivenöl und andere kaltgepresste Pflanzenöle, Soja, Avocados, grünes Gemüse wie z.B. Brokkoli, Lauch und Grünkohl, Linsen, Bohnen, Erbsen und andere Hülsenfrüchte und Vollgetreide.

Bohnen

Der tägliche Bedarf an Vitamin E…

… ist abhängig von Geschlecht, Alter, gesundheitlicher Verfassung und anderen Faktoren. Während der Schwangerschaft und der Stillzeit und bei Rauchern ist der tägliche Vitamin E-Bedarf erhöht.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung berechnet den täglichen Bedarf für Männer im Alter von 19 bis 51 Jahren mit 14-15 mg-Äquivalent/Tag, für Frauen in der selben Altersklasse mit 12 mg-Äquivalent/Tag. [1]

Zum Vergleich: In einem Esslöffel Sonnenblumenöl stecken etwa 7mg Vitamin E, eine rote Paprika und eine Mango liefern etwa 4mg Vitamin E und 100g schwarze Johannisbeeren versorgen den Körper mit etwa 2mg Vitamin E. Im Rahmen einer gesunden Ernährungsweise ist es also ziemlich einfach den täglichen Bedarf an Vitamin E zu decken außer…

…, wenn die Aufnahme von Vitamin E aus der Nahrung beeinträchtigt ist.

Denn Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin. Das bedeutet, dass die Aufnahme und die Verstoffwechselung von Vitamin E eng mit dem Fettstoffwechsel in Zusammenhang stehen. Vitamin E-Mängel sind im Vergleich zu anderen Nährstoffmängeln eher selten, kommen jedoch beispielsweise bei Menschen vor, die über einen längeren Zeitraum fettreduzierte Diäten machen. Auch eine gestörte Absorption der Nahrungsfette im Darm (z.B. im Fall von entzündlichen Darmerkrankungen) kann einen Vitamin E-Mangel begünstigen.

Im Prinzip läuft die Aufnahme von Vitamin E im Körper folgendermaßen ab:

Während dem Verdauungsvorgang wird Vitamin E gemeinsam mit anderen Fetten von den Zellen des Dünndarms aufgenommen und anschließend zur Leber transportiert. Die Leber holt sich aus allen mit der Nahrung aufgenommenen Vitamin E-Formen vor allem das α-Tocopherol heraus, bindet es an das Transportprotein VLDL und gibt es in die Blutbahn ab. Auf diese Weise wird Vitamin E intensiv in den Fettstoffwechsel eingebettet.

Vereinfacht gesagt:

Einige Vitamine, darunter eben auch Vitamin E oder aber Vitamin A und Vitamin K, sind fettlöslich. Das bedeutet, dass sie vom Darm gemeinsam mit Fetten absorbiert werden. Indem wir Fett essen, kann die Aufnahme dieser Vitamine gesteigert bzw. verbessert werden. Hingegen führen eine besonders fettarme Ernährungsweise und Störungen der Fettverdauung dazu, dass nur ein kleinerer Anteil dieser wichtigen Vitamine vom Körper aufgenommen werden kann.

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Aus diesem Grund ist es empfehlenswert…

… bei manchen Produkten nicht auf die “light” Variante, sondern auf die “nicht-fettreduzierte” Variante zurückzugreifen.

So ist ein normales, nicht-fettreduziertes griechisches Joghurt mit Obst und Nüssen hinsichtlich der Vitamin E-Aufnahme sicher besser als die “light” Variante des Joghurts ohne Fett bzw. mit reduziertem Fettanteil (jedoch wahrscheinlich mit vielen Süßungsmittel).

Vor allem Menschen, die gerne auf fettreduzierte Produkte zurückgreifen oder eine fettreduzierte Diät nach der anderen machen, um schnell ein paar Kilos zu verlieren, sollten darauf achten regelmäßig gesunde Fette in die Ernährung einzubauen, um die Aufnahme von Vitamin E und anderer wichtiger Nährstoffe nicht zu beeinträchtigen. Darüberhinaus kann es sich in solchen Fällen auch lohnen – nach Absprache mit einem Arzt – auf hochwertige Nahrungsergänzungsmittel zurückzugreifen.

[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 

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-Julia

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