Mythen rundum Veganer

Mythen rundum Veganer

Am 1. November jährte sich der Welt-Vegan-Tag zum 21 Mal. Wieso ausgerechnet im November?

Es war im November 1944 als die erste Vegane Gesellschaft von einem Briten gegründet wurde. Mittlerweile verfolgen immer mehr Menschen den pflanzlichen Ernährungsstil und verzichten damit nicht nur auf Fleisch, sondern auch auf tierische Produkte wie Käse oder Milch. Klar, dass so ein Lebensstil nicht von allen positiv aufgenommen bzw. immer wieder kritisiert wird. Zeit also, um sich ein paar Facts, Vorurteile und Mythen rundum Veganer etwas näher anzusehen.

1. Veganer essen zu wenig Eiweiß

Viele Studien zeigen, dass der Eiweißbedarf teils stark überschätzt wird. Zum anderen sind die benötigten Eiweißwerte großzügig kalkuliert, um eine optimale Versorgung aller Personengruppen sicherzustellen. Und während ein Glas Vollmilch knapp sieben Gramm an Eiweiß hergibt, haben Seitan 28 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, Linsen 25 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm und Tofu 15 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm. Kombiniert mir Bohnen, Reis und bestimmten Getreideprodukten kann dieses pflanzliche Eiweiß noch besser verwertet werden. Fazit: Auch Veganer können mit der richtigen Ernährungsweise mehr als ausreichend Eiweiß zu sich nehmen.

RS tired buton DE

2. Veganer sind häufig kraftlos und müde

Auch das stimmt leider nicht. Denn Fakt ist, dass vor allem Obst und Gemüse den Körper mit essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und und und versorgen. Dass es heutzutage nur wenige Menschen gibt, die sich “normal” ernähren und dabei die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Menge an fünf Portionen Obst und Gemüse einhalten und, dass heute überdurchschnittlich viele Menschen an Übergewicht und Folgekomplikationen wie Bluthochdruck und Diabetes leiden, muss an dieser Stelle wohl nicht erwähnt werden. Gesund leben ist also mit rein pflanzlicher Ernährung durchaus möglich und kann “Wohlstandserkrankungen” gezielt vorbeugen. Die richtige Kombination aus Gemüse, Obst und den richtigen Kohlehydraten und Fetten (z.B. hochwertige Öle) liefert dem Körper alles was er zur Aufrechterhaltung seiner Funktionen braucht.

3. Vegetarier haben schwache Knochen und Zähne

Wer hat es in der Kindheit nicht zu genüge gehört, dass das in Milch enthaltene Kalzium besonders wichtig für Knochen und Zähne ist? Es stimmt natürlich, dass wir neben vielen anderen Mineralstoffen auch auf eine ausreichende Kalziumzufuhr achten müssen. Kalzium stärkt nicht nur Knochen und Zähne, sondern wird auch im Blutplasma benötigt und erfüllt dort unterschiedliche Aufgaben. Der tägliche Kalziumbedarf von gesunden Erwachsenen beläuft sich auf ca. 800 Milligramm pro Tag. Während Nicht-Veganer diesen Bedarf durch den Verzehr von Milch, Joghurt, Mozzarella, Frischkäse und anderen tierischen Produkten leicht decken können, sind es bei Veganern vor allem Rucola, Brokkoli, Bohnen und Nüsse, die dem Körper das wichtige Kalzium zuführen.

RS stress buton DE

Fazit: Pflanzliche Ernährung und ein gesunder Lebensstil sind keineswegs ein Widerspruch. Zudem gibt es heutzutage hochwertige Nahrungsergänzungsmittel, die etwaigen Mangelerscheinungen gezielt entgegenwirken können.

You may also like

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *